Veröffentlicht am 9. Januar 2013 · in IT- und Internetrecht

Situation in Deutschland

Nachdem sich die Frankfurter Staatsanwaltschaft mit Gründung der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität verstärkt hat, verschärft nun auch die EU den Kampf gegen Verbrecher im Internet: Am 11.01.2013 nimmt das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität in Den Haag seine Arbeit auf.

Die EU zieht nun nach

Die zuständige Kommissarin Malmström erklärte: „Durch das Zentrum wird die EU wesentlich effizienter gegen Cyberkriminalität vorgehen und ein freies, offenes und sicheres Internet verteidigen können“. „Cyberkriminelle sind clever und setzen neue Technologien direkt für kriminelle Zwecke ein. Mit dem Zentrum wollen wir mindestens genauso clever und schnell sein, so dass wir den Straftaten vorbeugen und sie bekämpfen können.“

In Den Haag werden auf diese Weise Informationen gebündelt und strafrechtliche Ermittlungen unterstützt. Dabei konzentriert es sich auf illegale Online-Tätigkeiten organisierter krimineller Gruppen, insbesondere im Zusammenhang mit e-banking und sowie der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet. Außerdem wird das Zentrum Strafverfolger, Richter und Staatsanwälte gezielt schulen und Frühwarnungen erstellen.

„Wir brauchen ein flexibles, adäquates Vorgehen gegen Cyberkriminalität, die keine Grenzen kennt und es Straftätern sehr leicht macht, sich zu verstecken“, so der Däne Troels Oerting, der das Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität leiten wird.

Die Rechtsanwaltschaft nimmt dies mit Interesse zur Kenntnis.

von RA Philipp Klaus

Quelle: juris.

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