Veröffentlicht am 1. März 2013 · in IT- und Internetrecht

Hier finden Sie Begriffe, die im Umgang mit Internet-Sachverhalten immer wieder vorkommen, kurz erläutert.

Access Point: ein Zugangspunkt zu einem WLAN

Account: ist ein Benutzerkonto oder ein Zugang zu einem Internetdienst. Üblicherweise muss ein Nutzer sich beim Login mit Benutzername und Passwort authentisieren.

ActiveX: eine von Microsoft entwickeltes Softwarekomponenten-Modell, mit dem unter anderem kleine Programme für den Browser geschrieben werden können (vergleichbar mit Java-Skript). ActiveX funktioniert nur in der Microsoft-Welt.

Add-on: eine Erweiterungsmöglichkeiten für den Browser, um beispielsweise lästige Werbung zu blocken; wird auch als Plug-in bezeichnet.

AES (Advanced Encryption Standard): ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren mit einer variablen Schlüssellänge von 128, 192 oder 256 Bit. AES bietet ein sehr hohes Maß an Sicherheit.

AJAX (Asynchronous JavaScript and XML): ein Konzept der asynchronen Datenübertragung zwischen einem Webserver und dem Browser Aktive Inhalte: Sammelbezeichnung für Technologien, die innerhalb eines Browsers ausführbar sind und den Nutzer in die Lage versetzen, mit einem Webserver zu interagieren.

Authentifikation: ist die Verifizierung der Echtheit des Nutzers.

Back-up: ist eine Sicherungskopie von Computerdateien auf einem externen Speichermedium.

Blog: ist ein Internettagebuch. Bestandteil des Web 2.0.

Bluetooth: eine Funkverbindung über kurze Distanzen zwischen mobilen Kleingeräten sowie zwischen Computer und Peripheriegeräten.

Browser: ist ein Computerprogramm zum Betrachten von Webseiten im World Wide Web oder allgemein von Dokumenten und Daten. Webbrowser stellen die Benutzeroberfläche für Webanwendungen dar.

Brute-Force-Angriff: Angriff auf den Computer, bei dem der Angreifer alle möglichen Zeichenkombinationen durchprobiert, um zum Beispiel Passwörter zu ermitteln.

ClickandBuy: ein Zahlungssystem im Internet.

Cookie: ist in seiner ursprünglichen Form eine Textdatei auf einem Computer. Sie enthält typischerweise Daten über die vom Nutzer besuchte Webseiten. Diese Daten speichert die Browser-Software beim Surfen im Internet ohne Aufforderung. Im für den Nutzer besten Fall dient ein Cookie dazu, dass er sich beim wiederholten Besuch einer verschlüsselten Seite nicht erneut anmelden muss, weil das Cookie dem besuchenden Rechner mitteilt, dass er schon einmal da war. Im für den Anwender brisantesten Fall speichert das Cookie Informationen über komplexes privates Internetverhalten und übermittelt diese ungefragt an einen Empfänger. Cookies sind einseh- und löschbar.

Cracker: ein Hacker, der unbefugt in fremde Computersysteme eindringt und gespeicherte Daten und Programme in böser Absicht beziehungsweise zu seinem persönlichen Vorteil manipuliert, inspiziert oder zerstört.

Creative-Commons-Lizenzen: Lizenzverträge, mittels derer Autoren der Öffentlichkeit Nutzungsrechte für ihre Werke (Texte, Bilder, Musikstücke usw.) einräumen können.

Cross Site Scripting (XSS): das Ausnutzen von Sicherheitslücken, um unbemerkt Angriffe in einem für den Nutzer vertrauenswürdigen Umfeld (bekannte Webseiten) zu platzieren und durchzuführen.

Domain: der Name einer Internetseite (Webadresse), zum Beispiel www.kanzleiklaus.de.

Domain Name Service (DNS): DNS löst als Internetdienst Domainnamen in IP-Adressen auf – und umgekehrt.

ebay-Käuferschutz: Absicherung für Waren, die beim Internetauktionshaus ebay gekauft und mit PayPal bezahlt wurden. Wird die Ware nicht geliefert oder weicht diese erheblich von der Artikelbeschreibung ab, wird der bezahlte Kaufpreis zurückerstattet.

E-Commerce: unter E-Commerce wird der elektronische Handel (Internethandel, Onlinehandel) verstanden.

FinTS (Financial Transaction Services): deutscher Standard für den Betrieb von Onlinebanking. FinTS ist eine Weiterentwicklung des Onlinebanking-Standards HBCI.

Firewall: elektronischer «Wächter» im Computer (oder in einem Netzelement wie einem Router), der sich darum kümmert, dass alle Ports, die nicht gebraucht werden, geschlossen sind.

Flash: proprietäre Entwicklungsumgebung zur Erstellung multimedialer Inhalte. Flash wird auch für Animationen im Internet verwendet.

Flatrate: ein Pauschaltarif für Telekommunikationsdienstleistungen wie Telefonie und Internetverbindung.

Freeware: kostenlose Programme aus dem Internet, die lizenzfrei genutzt werden können.

FTP (File Transfer Protocol): Netzwerkprotokoll zur Übertragung von Dateien in einem Netzwerk.

Gateway: Vermittlungsgerät, das es Netzwerken ermöglicht, miteinander zu kommunizieren, auch wenn diese auf völlig unterschiedlichen Protokollen basieren.

GNU-Lizenz: Sammelbegriff für Lizenzen des GNU-Projekts. Das GNU-Projekt wurde mit dem Ziel gegründet, ein vollständig freies Betriebssystem zu entwickeln.

Hacker: Nutzer, der sehr vielfältige Kenntnisse im Umgang mit Computern besitzt. Der Begriff wird allerdings auch häufig für Personen verwendet, die sich unbefugt Zugang zu fremden Computersystemen verschaffen.

HBCI (Homebanking Computer Interface): eine standardisierte Schnittstelle für das Homebanking und Vorgänger von FinTS. Er wurde von verschiedenen Bankengruppen in Deutschland entwickelt und vom Zentralen Kreditausschuss (ZKA) beschlossen.

Helpdesk: Informations- und Hilfsdienst eines Herstellers oder innerhalb einer Organisation, der bei Problemen mit Soft- oder Hardware Unterstützung bietet.

Hotspot: öffentlicher Internetzugang via WLAN.

HTML (HyperText Markup Language): Auszeichnungssprache, mit der Webseiten beschrieben werden.

HTTP (HyperText Transfer Protocol): Internetprotokoll, mit dem Daten zwischen Webserver und Browser ausgetauscht werden.

HTTPS (HyperText Transfer Protocol Secure): Bei diesem Protokoll werden die Daten zwischen Webserver und Browser verschlüsselt und integritätsgesichert ausgetauscht.

IMAP (Internet Message Access Protocol): Anwendungsprotokoll, das den Zugriff auf und die Verwaltung von empfangenen E-Mails, die sich in einem Postfach auf einem Mailserver befinden, erlaubt.

Internet: das Internet ist ein weltweites Netzwerk, welches aus vielen einzelnen Rechnernetzwerken besteht, worüber Daten ausgetauscht werden. Es ermöglicht die Nutzung von Internetdiensten wie E-Mail, Telnet, Usenet, Dateiübertragung, WWW, und zunehmend auch Telefonie, Radio und Fernsehen. Im Prinzip kann sich dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbinden.

Internetauftritt: Gesamtheit der Funktionalitäten, die von einem Internetdienstanbieter in einer als zusammenhängend empfundenen Weise zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel ein Web- oder Chatserver.

IPSec: ein Sicherheitsprotokoll, das Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität bei der Übertragung von Datenpakten gewährleisten soll.

IPv4/IPv6: Abgekürzte Namen von Internetprotokollversionen. Ein Internetprotokoll (IP) spezifiziert die Vorgänge, die zur Vermittlung von Datenpaketen durch das Internet notwendig sind, wie etwa die Adressierung der Computersysteme und Netzknoten. Zurzeit wird hauptsächlich die Version IPv4 eingesetzt, zukünftig wird die Version IPv6 verwendet werden.

iTAN (indizierte TAN): Onlinebanking-Verfahren, bei dem der Bankkunde seinen Auftrag nicht mehr mit einer beliebigen TAN (siehe «TAN») aus seiner Liste legitimieren kann, sondern von der Bank aufgefordert wird, eine bestimmte, durch eine Positionsnummer (Index) gekennzeichnete TAN zu verwenden.

Java-Applet: Programm, das in der Programmiersprache Java verfasst wurde und normalerweise in einem Browser ausgeführt wird.

JavaScript: eine in HTML-Syntax integrierte Skriptsprache. JavaScript-fähige Browser interpretieren den in einer Webseite enthaltenen Code und führen ihn auf dem Computer aus.

JScript: Microsoft-eigene Skriptsprache für Browser.

Key: Schlüssel, der für eine Verschlüsselung verwendet wird.

Link (Kurzform von Hyperlink): Hyperlinks sind elektronische Verweise auf andere Webseiten, die sich überall auf der Welt befinden können. Der Nutzer folgt einem Link zum Beispiel durch Anklicken. Dieser Prozess kann unendlich oft wiederholt werden.

MAC-Adresse (Media-Access-Control-Adresse): Hardware-Adresse eines Netzwerkadapters (Computers) in einem Netz.

Malware: der Oberbegriff für «Schadsoftware» wie Viren, Würmer, Trojanische Pferde, Spyware usw.

mTAN (mobile TAN): Beim mTAN-Verfahren wird dem Onlinebanking-Kunden nach Übersendung der ausgefüllten Überweisung im Internet von der Bank per SMS eine nur für diesen Vorgang verwendbare TAN (siehe «TAN») auf sein Mobiltelefon gesendet. Das Verfahren wird auch als SMSTAN bezeichnet.

Nutzer: eine Person, die den Computer oder den Internetdienst für seine Zwecke nutzt.

Nutzerprofil: Sammlung von Nutzerdaten eines Nutzers, zum Beispiel Cookies, Logins, Analyse von Logfiles und Bestell-/Interaktionsdaten.

Onlineshop: ein Onlineshop stellt Waren und digitale Produkte im Internet zum Verkauf bereit.

Onlinestreaming/Onlinestreams: die Übertragung von Echtzeitanwendungen wie Radio und Fernsehen über das Internet.

Patch: eine Aktualisierung eines Programms, um bestimmte Funktionen zu integrieren beziehungsweise zu korrigieren.

PayPal: ein Bezahldienst mit Käuferschutz, bei dem Käufer und Verkäufer keine Kontodaten des jeweils anderen erhalten.

Personal Firewall: Sicherheitsprogramm, das den ein- und ausgehenden Datenverkehr auf dem zu schützenden Computer filtert und reglementiert; erweitert die Firewallfunktionen um die Kontrolle von Anwendungen.

Personensuchmaschine: Suchmaschine, die speziell nach personalisierten Einträgen im Internet sucht.

Phishing: der Versuch, durch Vortäuschen einer fremden Identität mittels gefälschter E-Mails und Webseiten vertrauliche Passwörter zu erlangen.

PIN (persönliche Identifikationsnummer): eine nur einer oder wenigen Personen bekannte Zahl, mit der diese sich gegenüber einem Dienst authentisieren können (Anwendung bei Webseiten, ec-Karten, beim elektronischen Personalausweis …).

POP3 (Post Office Protocol Version 3): Übertragungsprotokoll, über das ein Client E-Mails von einem E-Mail-Server abholen kann.

Port: Ports sind interne und externe Schnittstellen eines Computers (Servers). Sie werden zum Beispiel von dem jeweiligen Transportprotokoll benutzt, um Anwendungen auf einem Server zu adressieren (beispielsweise über Port 80 einen Webserver und über Port 25 einen E-Mail-Server).

Pre-Shared Key: ein vorab vereinbarter beziehungsweise verteilter Schlüssel, zum Beispiel für die WLAN-Verschlüsselung.

Programmcode: ein in einer Programmiersprache geschriebener Text eines Computerprogramms.

Provider: der Begriff bezeichnet einen Anbieter oder Dienstleister. Zum Beispiel ein Telekommunikationsanbieter, ein Mobilfunkanbieter oder ein Internetdienstanbieter).

Repeater: elektrischer Signalverstärker, der dazu dient, Netze zu erweitern, deren räumliche Ausdehnung aus physikalischen Gründen (Signaldämpfung und Signalverformung) begrenzt ist.

Router: eine Netzwerkkomponente, die verschiedene Teilnetze koppelt beziehungsweise trennt.

Server: der Begriff Server bezeichnet eine Soft- und Hardware im Rahmen des Client-Server-Modells. Das Client-Server-Modell beschreibt eine Möglichkeit, Aufgaben und Dienstleistungen innerhalb eines Netzwerks, zum Beispiel dem Internet, zu verteilen. Der Client kann auf Wunsch eine Aufgabe vom Server anfordern. Der Server beantwortet die Anforderung.

Smartphone: modernes Mobiltelefon (Handy), das mit einem erweiterbaren Betriebssystem arbeitet, gut vernetzt ist (GSM, UMTS, WLAN, Bluetooth usw.) und die Nutzung von zusätzlicher Software (E-Mail-Client, Browser etc.) gestattet.

SMTP-Server: Ein E-Mail-Anbieter stellt mindestens einen sogenannten SMTP- oder E-Mail-Server zur Verfügung. Das SMTP-Protokoll ist das Kommunikationsprotokoll, das für den Transfer der E-Mail vom Mail-Client zum Mail-Server und zwischen den Mail-Servern über das Internet sorgt.

Social Network/soziales Netzwerk: Webdienst, bei dem die Nutzer gemeinsam eigene Inhalte erstellen.

SSL (Secure Socket Layer): vorherrschendes Protokoll für die Verschlüsselung der Datenübertragung im Web.

Suchmaschine: Programm zur Recherche von Dokumenten, die in einem Computer oder im Internet gespeichert sind. Nach Eingabe eines Suchbegriffs liefert eine Suchmaschine eine Liste von Verweisen auf möglicherweise relevante Dokumente. Bekannte Suchmaschinen im Internet sind Google, bing und Yahoo, aber auch DuckDuckGo oder Ecosia.

Surfen: Bezeichnung für das Bewegen im Web beziehungsweise das Durchstöbern des Webs.

TAN (Transaktionsnummer): ein Einmalpasswort, das üblicherweise aus sechs Dezimalziffern besteht und vorwiegend im Onlinebanking verwendet wird.

TKIP (Temporal Key Integrity Protocol): Verschlüsselungsprotokoll für WLANs. TKIP wird in dem Standard WPA verwendet.

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System): Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten als mit dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G) und dem GSM-Standard möglich sind.

URL (Uniform Resource Locator): URLs identifizieren und lokalisieren eine Ressource über das verwendete Netzwerkprotokoll (beispielsweise HTTP oder FTP) und den Ort der Ressource im Netzwerk.

USB-Stick: kompaktes Speichermedium mit hoher Kapazität und Zugriffsgeschwindigkeit mit integriertem USB-Stecker.

Verschlüsselung: mathematische Transformation von Daten, die es einem Angreifer unmöglich machen soll, die Originaldaten zu rekonstruieren.

Virensignatur: eindeutiges Erkennungsmerkmal von Viren, das von Anti-Virus-Programmen zu deren Identifizierung genutzt wird.

Web 2.0: interaktives Internet, das es dem Nutzer ermöglicht, zum Beispiel Kommentare zu hinterlassen oder Spiele im Netz zu spielen.

Webadresse: Adresse, mit der eine Webseite adressiert werden kann, zum Beispiel www.kanzleiklaus.de.

Webbrowser: siehe «Browser».

Webserver: ein Server, der Webseiten anbietet.

Zertifikat: dieser Begriff bezeichnet eine Datenstruktur, die eine Identifikation des Besitzers, seinen öffentlichen Schlüssel, ein Ablaufdatum und die digitale Signatur einer Zertifizierungsstelle enthält und so die Integrität und Authentizität garantiert.

Zugangsdaten: Daten, die zur Überprüfung der Berechtigung verwendet werden (Nutzerkennung und Passwort).